Park: Zoopark Düsseldorf: Vom verlorenen Stadtzoo zur grünen Oase und Tor zum Aquazoo

Der Zoopark in Düsseldorf ist einer dieser Orte, an denen du zwischen alten Bäumen und Enten am Weiher sitzt – und gar nicht merkst, dass du eigentlich mitten in einem ehemaligen Zoologischen Garten des 19. Jahrhunderts gelandet bist. Willkommen im Zooviertel, dem Stadtteil, der seinen Namen einem Zoo verdankt, den es längst nicht mehr gibt, dessen Geschichte aber in Wegen, Mauern und einer Freitreppe weiterlebt.

Als Düsseldorf noch einen Zoo hatte

Ende des 19. Jahrhunderts wollte Düsseldorf nicht nur Industriestadt sein, sondern auch bei Freizeit und Kultur glänzen – also gönnte man sich einen eigenen Zoologischen Garten im damaligen Düsseltal, dort, wo heute der Zoopark liegt. 1870er-Jahre: Der Tierschutzverein „Fauna“ erwarb ein Gelände und ließ es zu einem aufwendig gestalteten Landschaftsgarten mit Teichen, Hügeln und Ausflugslokal ausbauen, das bald als Zoologischer Garten Düsseldorf eröffnete.

1876 war es so weit: Der Zoo öffnete seine Tore und lockte mit exotischen Tieren, Spazierwegen und Ausflugsgastronomie die Düsseldorfer Gesellschaft ebenso wie Besucher aus dem Umland an. Der Zoo war dabei nicht nur Tierpark, sondern auch Bühne – ein Ort zum Sehen und Gesehenwerden, gepflegte Promenaden inklusive.

Zerstörung im Krieg und Geburt des Zooparks

Im Zweiten Weltkrieg trafen Bombenangriffe den Zoologischen Garten schwer, Gebäude und Teile der Anlage wurden 1943 so stark zerstört, dass ein Weiterbetrieb nicht mehr möglich war. Ein Wiederaufbau des Zoos erfolgte nie, stattdessen verschwand der Tierpark nach und nach aus dem Stadtbild – aber nicht aus der Erinnerung und schon gar nicht aus den Namen von Viertel und Haltestelle.

Auf dem ehemaligen Zoogelände entschied sich die Stadt in den 1950er-Jahren für etwas, das Düsseldorf bis heute guttut: einen großen Stadtteilpark. So entstand der Zoopark – eine rund 13 Hektar große Grünanlage im Herzen des Zooviertels, die bis heute als grüne Lunge zwischen dicht bebauten Wohnstraßen dient.

Spuren des alten Zoos im heutigen Park

Wenn du heute durch den Zoopark schlenderst, kannst du die Geschichte des alten Zoos immer noch entdecken, wenn du weißt, wo du schauen musst. Besonders auffällig ist die Freitreppe am Weiher: Früher führte sie repräsentativ zum Zoo-Restaurant, heute ist sie einer der beliebtesten Plätze, um aufs Wasser zu blicken, Enten zu beobachten oder einfach nur Menschen zu schauen.

Etwas versteckt im hinteren Bereich des Parks finden sich Reste einer künstlichen Burgruine und eines Hügels, die an die romantisch-inszenierte Landschaftsgestaltung des 19. Jahrhunderts erinnern. Perfekt für eine kleine urbane Schatzsuche: Wer Lust hat, kann sich auf die Suche nach Mauerfragmenten machen und Geschichte im Grünen entdecken – ganz ohne Museumseintritt.

Der Zoopark als grüne Insel des Zooviertels

Heute wirkt der Zoopark wie eine grüne Insel inmitten von Straßen, Wohnhäusern und Stadtverkehr – kaum bist du im Parkinneren, wird es merklich ruhiger. Für das dicht bebaute Zooviertel ist der Park so etwas wie das gemeinsame Wohnzimmer im Freien, in dem sich Familien, Jogger, Hundemenschen, Kindergruppen und Ruhesuchende begegnen.

Bei der jüngeren Umgestaltung des Zooparks setzte die Stadt darauf, die historische Struktur zu erhalten und gleichzeitig moderne Nutzungen zu stärken. Wege wurden optimiert, neue Aufenthaltsbereiche geschaffen und Spiel- und Sportflächen sinnvoll verteilt, damit sich Erholung und Aktivität nicht in die Quere kommen.

Highlights im Zoopark: Wasser, Spiel & Schattenplätze

Das Herz des Parks ist der große Weiher, eingerahmt von alten Bäumen und der markanten Freitreppe. Hier kannst du wunderbar sitzen, lesen, Enten zählen, Sonnenuntergänge genießen – und natürlich Motive für deinen Instagram-Feed oder zukünftige Reels einsammeln.

Für Familien ist der großzügige Wasserspielplatz an der Mathildenstraße ein echtes Highlight. Wasser, Sand, Klettern und eigene Bereiche für kleinere Kinder machen den Zoopark zu einem der attraktivsten innerstädtischen Treffpunkte für Familien in Düsseldorf.

Auch sportlich hat der Zoopark einiges zu bieten: Die Wegestruktur eignet sich hervorragend zum Joggen oder Spazierengehen, ergänzt durch offene Wiesen für Yoga, Ballspiele oder Picknicks. In Kombination mit schattigen Baumgruppen und Sitzbereichen entsteht ein Park, der sich locker vom morgendlichen Lauf bis zum abendlichen Glas Wein auf der Picknickdecke nutzen lässt.

Grüne Bildung zwischen alten Bäumen

Der Zoopark ist nicht nur Erholungsraum, sondern auch ein Ort, an dem du ganz nebenbei etwas lernen kannst. Ein Baumlehrpfad macht ausgewählte Bäume und Arten erlebbar – ideal für alle, die gerne wissen, unter welcher Baumart sie da eigentlich gerade ihre Decke ausgebreitet haben.

Die Mischung aus alten Großbäumen, jüngeren Pflanzungen und vielfältigen Staudenflächen sorgt dafür, dass der Park zu jeder Jahreszeit anders wirkt.[web:18] Frühling, Sommer, Herbst, Winter – der Zoopark ist immer ein Fotomotiv wert und eignet sich hervorragend für wiederkehrende Inhalte wie „Season Shots“ oder kleine Natur-Updates.

Vom verlorenen Zoo zum Aquazoo

Auch wenn der ursprüngliche Zoologische Garten im Zooviertel Geschichte ist, hat Düsseldorf seinen Bezug zu Tieren und Natur nie verloren. Heute findest du das „tierische Herz“ der Stadt im Nordpark: im Aquazoo – Löbbecke Museum, einem Haus, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

Der Aquazoo kombiniert Zoo, Aquarium und Naturkundemuseum unter einem Dach und gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in Düsseldorf – ideal für Familien, Schulklassen, aber auch neugierige Erwachsene. In verschiedenen Lebensräumen kannst du dort Fische, Reptilien, Amphibien, Wirbellose und andere Tiere aus aller Welt entdecken und dabei eine Menge über Evolution, Artenvielfalt und Naturschutz erfahren.

Der Aquazoo nach Sanierung und Wiedereröffnung

In den 2000er-Jahren war Düsseldorf mehrfach von schweren Stürmen betroffen, und auch der Aquazoo im Nordpark musste geschlossen und umfassend saniert werden. Neben Sturmschäden nutzte die Stadt die Gelegenheit, das gesamte Haus baulich, technisch und inhaltlich zu modernisieren und neu zu konzipieren.

2017 feierte der Aquazoo seine große Wiedereröffnung – in neuem Glanz, mit überarbeiteter Ausstellung und moderner Präsentation. Seitdem strömen Besucher aus Düsseldorf, der Region und darüber hinaus in das Haus, das Tiere, Wissen und Erlebnis auf eine sehr zugängliche Art zusammenbringt.

Wenn du nach einem Spaziergang durch den Zoopark Lust bekommen hast, Düsseldorfs „Wasser- und Tierwelt hinter Glas“ zu entdecken, führt dich der logische nächste Schritt in den Nordpark zum Aquazoo. Dort setzt du die Geschichte von Natur, Tieren und Stadt auf einer ganz anderen Ebene fort – vom historischen Zoo im Zooviertel zur modernen Ausstellung über Leben im Wasser und an Land.

Dein Extra-Tipp: Unser ausführlicher Aquazoo-Test

Zum Aquazoo gibt es bereits einen ausführlichen Beitrag auf diesem Blog: Der Aquazoo ist zurück – wir haben ihn getestet. In diesem Artikel nehmen wir dich mit zur Wiedereröffnung 2017, zeigen dir Eindrücke aus der Ausstellung und geben praktische Tipps für deinen Besuch.

Wenn du also nach deinem Spaziergang im Zoopark Lust auf ein nächstes Düsseldorf-Highlight hast, lies unbedingt hier weiter:
Der Aquazoo ist zurück – wir haben ihn getestet
👉 https://travelduesseldorf.blogspot.com/2017/08/der-aquazoo-ist-zuruck-wir-haben-ihn.html

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